Heilpilze

Heilpilze - Gesundheit aus der Natur

Pilze werden in Asien schon seit Jahrtausenden zur Linderung und Heilung zahlreicher Krankheiten verwendet. Mittlerweile belegen auch wissenschaftliche Studien: Heilpilze stabilisieren das menschliche und tierische Immunsystem, hemmen Tumore und haben eine zellerneuernde Wirkung. Sie enthalten darüber hinaus eine Vielzahl an ernährungsphysiologisch wichtigen Substanzen. Daher erfreut sich das Heilen mit Pilzen (die Mykotherapie) - als ein klassisches Naturheilverfahren - immer größerer Beliebtheit.

Je nachdem welches Organsystem besonders geschwächt ist, werden Heilpilze individuell eingesetzt. Ihre Bedeutung wächst z. B. in der Immuntherapie bei Krebserkrankungen, bei Allergien und entzündlichen Prozessen im Magen-Darm-Trakt (Gastritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) sowie an der Haut. Auch das Metabolische Syndrom (Wohlstandssyndrom) als Kombination von Adipositas, Diabetes, Gicht, Hyper-, Dyslipoproteinämie und Hypertonie kann durch die Einnahme von medizinisch wirksamen Pilzen positiv beeinflusst werden. Da Herz-Kreislauf-Erkrankungen infolge des Metabolischen Syndroms weit verbreitet sind, bietet sich auch hier eine bedeutungsvolle Einsatzmöglichkeit.

Von den wirkungsvollsten Heilpilzen ist der Shiitake weit verbreitet und mittlerweile auch in Europa sehr bekannt, da er seit einiger Zeit in Supermärkten als schmackhafter Speisepilz angeboten wird. Therapeutisch werden Heilpilze getrocknet in Kapseln angeboten.

Mehr über die medizinische Bedeutung der Heilpilze erfahren Sie durch Anklicken der einzelnen Pilze links oder zusammenfassend in unserer Druckversion im Downloadbereich.

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Agaricus blazei murrill (ABM)

Mandelpilz – Kaum ein anderer Pilz stabilisiert das Immunsystem so wirkungsvoll wie der Agaricus blazei murrill.

Der Agaricus blazei murrill (ABM) reguliert das gesamte Immunsystem, insbesondere bei Krebs- und Autoimmuner­krankungen. Dies beruht darauf, dass der ABM die höchste Konzentration aller Heilpilze an den wirkungsvollsten Immunsystem­modulatoren besitzt.

Der ABM enthält viele langkettige Polysaccharide, die ß-Glykane. Ihre komplexe chemische Struktur führt zu einer ebenso komplexen Wirkungsweise: Unter anderem regen sie ein geschwächtes Immunsystem an, verhindern überschießende Immun­reaktionen oder regulieren diese.

Die Wirksamkeit wurde vor allem bei Unterleibs-, Darm-, Lungen-, Bauchspeicheldrüsen-, Prostata- und Leberkrebs sowie bei Hirntumoren nachgewiesen.

Die Inhaltsstoffe des ABM wirken zytotoxisch auf Krebszellen, können die Apoptose neoplastischer Zellen einleiten und die Neo­angio­genese unterdrücken.

Zeigen sich nach einer Chemo- oder Strahlentherapie Störungen in der Blutbildung, unterstützt der ABM die Regeneration des Knochen­marks. Erschöpfung in Folge eines Mangels an Erythrozyten oder einer zunehmenden Immunschwäche durch Verlust von Leukozyten kann so entgegengewirkt werden. Außerdem kann mit Hilfe des Agaricus blazei murrill eine Milzschwellung, wie sie bei Leukämien oder Lymphomen auftritt, reduziert werden. Der Allgemeinzustand bei Krebspatienten kann somit wesentlich verbessert werden.

"Nach 80 Chemotherapien wurden bei mir erneut zwei Tumore fetgestellt. Ich wurde von der Schulmedizin aufgegeben. Da habe ich von der heilenden Wirkung der Pilze erfahren und nach dem letzten Strohhalm gegriffen. Heute bin ich tumorfrei und vom Krebs geheilt." H. P.

ABM hat unter den bislang untersuchten Pilzen den höchsten Gehalt an Superoxiddismutase (SOD), Katalase und Tyrosinase. Diese Enzyme kommen auch im Körper vor, wo sie eine starke antioxidative Wirkung entfalten. Oxidativer Stress und freie Radikale können daher durch den ABM reduziert werden.

Der ABM unterstützt außerdem die Milz bei der Blutreinigung und der Abwehrfunktion. Ebenso hat er eine schützende Wirkung auf die Leber.

Positive Erfahrungsberichte gibt es auch bei Fibromyalgie, Multipler Sklerose, Alzheimer, Morbus Parkinson und Rheuma. Außerdem können Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse oder der Bauchspeicheldrüse (Diabetes Typ I) günstig beeinflusst werden.

Zusammenstellung der durch Studien nachgewiesenen Wirkung

Aktivierung der humoralen Abwehr: Immunglobulin M wird vermehrt gebildet und wandelt sich später zu Immunglobulin G um.

Vermehrung und Differenzierung von Makrophagen und Monozyten. Dadurch werden T-Zellen aktiviert, die über Botenstoffe (Zytokin IL-6) die ß-Zellen zu vermehrter Antikörperproduktion anregen.

Quellen

Nakajima A., Ishida T., Koga M., Takeuchi T., Mazda O., Takeuchi M.: "Effect of hot water extract from Agaricus blazei Murill on antibody-producing cells in mice"; International Immunopharmacology 2 (2002) 1205-1211

Cornelius, C.: "Comparative Enzyme Analysis…"; MRL-Newsletter Juli 2009

Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

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Auricularia polytricha

Judasohr – Durchblutung fördern und Thrombosen verhindern – Auricularia ist der Blutverdünner unter den medizinisch wirksamen Pilzen.

Dieser Pilz ist im deutschen Sprachgebrauch als Judasohr bekannt und den Lieb­habern der chinesischen Küche als Speisepilz mit der Bezeichnung "Mu-Erh" oder "chinesische Morchel" gewiss ein Begriff. Sowohl in Asien als auch in Europa weiß man seit sehr langer Zeit von den medizinischen Einsatzmöglichkeiten dieses Pilzes. In Europa wurde er bereits im Mittelalter zur Behandlung von Krankheiten und Be­schwerden wie Herz-, Bauch- und Zahnschmerzen, Hämorrhoiden, Augenent­zün­dungen, zur Wundheilung oder bei geschwächter Abwehrlage eingesetzt. Heutzutage wird der Auricularia besonders geschätzt wegen seiner Fähigkeit, die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern. Er ist sozusagen der natürliche Blutverdünner unter den therapeu­tisch eingesetzten Pilzen.

Traditionell wird Auricularia aufgrund seiner adaptogenen Wirkung aber auch angewendet, um Blutausscheidungen im Harn, blutende Hämorrhoiden sowie Uterusblutungen zu behandeln.

Auch hier gilt: Heilpilze wirken niemals einseitig oder nur in eine Richtung!

In Studien wurde nachgewiesen, dass der Auricularia die Aggregation von Thrombozyten verhindern kann und so das Risiko der Ent­stehung einer Thrombose vermindert und die Durchblutung fördert. Möglicherweise kann so einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorge­beugt werden. Er wirkt auch cholesterin- und triglyzeridsenkend. Diese Eigenschaften sind vor allem bei einer bereits bestehenden Arterio­sklerose und Bluthochdruck von Bedeutung.

"Zur Vorbeugung nehme ich schon seit Jahren täglich ein Aspirin. Seit einiger Zeit bekomme ich davon aber immer häufiger Magen­schmerzen. Jetzt hat mir mein Arzt gesagt, dass es sich hier um die Nebenwirkung von dieser Tablette handelt. Seitdem ich Auricu­laria nehme, sind die Magenschmerzen weg. Auch mein Thromboserisiko ist gebannt und trotzdem habe ich keine Probleme mit der Blutgerinnung, wenn ich mich verletze." W. H.

Der Auricularia enthält Adenosin, das bekanntlich gefäßerweiternd wirkt und die Durchblutung steigert. Durch die Dilatation können Herzschmerzen gelindert werden und der Blutdruck gesenkt werden. In der Praxis kann dieser gallertartige Pilz auch zur Prävention von zerebraler Ischämie eingesetzt werden. Der Auricularia verbessert durch seine Inhaltsstoffe die Sauerstoffaufnahme der Zellen und bewahrt die Hirnnerven vor Schäden, welche durch Sauerstoff- oder Blutmangel auftreten können. Durch seine cholesterinsen­kenden und die Fließfähigkeit des Blutes verbessernden Eigenschaften wirkt er der vaskulären Demenz entgegen, da Demenzen oft ein zere­braler Insult vorausgeht, dessen Entstehungsrisiko durch den Einsatz dieses Heilpilzes vermindert werden kann.

Auch bei der so genannten "Schaufensterkrankheit" (Claudicatio intermittens) ist der Auricularia hilfreich. Bei diesem Leiden, das durch eine periphere arterielle Verschlusskrankheit ausgelöst wird, kommt es infolge mangelnder Durchblutung bei Belastung zu starken Schmerzen in den Beinen, vor allem beim Gehen. Hier stärkt der Auricularia die Gefäße und fördert ihre Durchblutung. Sein Einsatz ist aufgrund dieser Wirkungen auch auf langen Flügen, bei Krampfadern, Bewegungsmangel und Bettlägerigkeit, Migräne und Tinnitus gefragt.

Der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zufolge wirkt er schleimhautbefeuchtend und hat deshalb bei Schleimhautent­zündungen eine lindernde Wirkung. Er ist hilfreich bei Verstopfungen, die durch Trockenheit bedingt sind, trockenem Husten, Blasenentzündungen sowie Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen. Auch bei Schleimhautschäden in Folge von Chemotherapie und Bestrahlung ist dieser Pilz gut einzusetzen.

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Eigenschaften: süß, neutral, mild.

Wirkt auf Magen, Milz, Dickdarm, Lunge, Leber.

Entspannt, verteilt, reguliert Qi.

Stillt Blutungen (v. a. Hämorrhoiden, Uterus), nährt Blut.

Abführend.

Befeuchtet die Lunge.

Stützt das Magen-Yin.

Bei Yin-Schwäche = Trockenheit von Lunge, Magen und Darm.

Bei trockenem Husten; Rachen und Mund.

Bei Schmerzen in der Lumbalregion und in den Beinen.

Bei übermäßiger Leukorrhoe.

Bei Krämpfen, Taubheit und Schmerzen nach einem Unfall / Verletzungen.

Bei Blockaden der Gefäße.

Kontraindikationen

Schwangerschaft, Stillzeit, Kinderwunsch, Neigung zu Durchfällen.

Quellen

Jianzhe Y., Mao X.: "Icons of Medicinal Fungi from China"; CRC Press; 1989

Hobbs, C.: "Medicinal Mushrooms"; Botanica Press, 1995

Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

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Coprinus comatus

Schopftintling – Seine stark blutzuckersenkende Wirkung hilft sehr erfolgreich bei Diabetes.

Der Coprinus vermag in eindrucksvoller Weise eine erhöhte körpereigene Insulin­ausschüttung zu bewirken. Die blutzuckersenkende Wirkung des Coprinus findet Anwendung bei Diabetes Typ I und Diabetes Typ II.

Bei Diabetikern konnte festgestellt werden, dass es nach der Einnahme des Coprinus im gleichen Maße zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels kam, wie bei den in der Schulmedizin eingesetzten Medikamenten – allerdings ohne dabei den Körper zu belasten.

Der Gehalt an Vanadium erklärt die antidiabetischen Eigenschaften dieses Pilzes: In der Peripherie kommt es zu einer Sensibilisierung der Zielzellen für Insulin und in der Bauchspeicheldrüse werden die insulinproduzierenden ß-Zellen geschützt und regeneriert.

„Seit vielen Jahren hatte ich Diabetes, Bluthochdruck und Gicht. Mir ging es trotz vieler Medikamente sehr schlecht. Meine letzte Hoffnung waren die Pilze und die haben mir wirklich geholfen." A. M.

Nicht nur der Blutzuckerwert, auch der HbA1c-Wert (Glykohämoglobin) als Indikator für den Blutzuckerspiegel der letzten zwei bis drei Monate kann durch den Coprinus reduziert werden.

Durch die Regulation der Glukoseverwertung hat man beobachtet, dass die Gewichtszunahme bei gleichbleibender Energiezufuhr ge­stoppt werden kann.

Chinesische Wissenschaftler wiesen in Experimenten eine Hemmung des Wachstums von bösartigen Geschwülsten des Binde- und Stützgewebes nach.

In der fernöstlichen Volksheilkunde wird der Coprinus zur Förderung der Verdauung bei Verstopfung und für die Behandlung von Hämorrhoiden empfohlen.

Zusammenstellung der durch Studien nachgewiesenen Wirkung

Leichte Abnahme der Glukosespiegel im Blut bereits nach zehn Stunden; merkliche Reduzierung nach elf Tagen.

Verbesserte Glukosetoleranz.

Wirkt Gewichtszunahme entgegen.

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Fördert die Verdauung.

Gegen Hämorrhoiden.

Quellen

Jianzhe Y., Mao X.: "Icons of Medicinal Fungi from China"; CRC Press; 1989

Bailey C. J., Turner S. L., Jakeman K. J., Hayes W. A.: "Effect of Coprinus comatus on Plasma Glucose Concentrations in Mice"; 1984

Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Han C., et al.: "Hypoglycemic activity of fermented mushroom of Coprinus comatus rich in vanadium"; Journal of Trace Elements in Medicine and Biology. Vol. 20(3):191-196, 2006

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

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Cordyceps sinensis

Chinesischer Raupenpilz – Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin unterstützt dieser Pilz die Niere. Sie speichert unsere gesamte physische und psychische Energie und wird daher als "Wurzel des Lebens" betrachtet. Cordyceps verleiht Kraft, Ausdauer und Willens­stärke.

Hier ist nicht nur das Organ Niere, sondern der ganze Funktionskreis im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin gemeint. Dies schließt auch die Geschlechts­organe, die Knochen, das Knochenmark und die Ohren mit ein.

Der Cordyceps hat eine stärkende Wirkung auf die Geschlechtsorgane und auf das bei der Fortpflanzung und dem Geschlechtstrieb beteiligte neurologische System. Die Produktion von Geschlechtshormonen wird positiv beeinflusst. Dadurch kann der Pilz bei allen Problemen im Bereich der Geschlechtsorgane eingesetzt werden.

Ebenso wie die sexuelle Aktivität, steigert der Cordyceps durch seine vorteilhafte Wirkung auf die Atmungsorgane und das Herz auch die allgemeine physische Ausdauer.

Auch die sportliche Leistungsfähigkeit kann mit dem Cordyeps gefördert werden. Nach dem Sport wirkt der Pilz wiederum regenerierend, da sich das Muskelgewebe schneller erholt.

Auch die allgemeine Leistungs- und Regenerationsfähigkeit unter starken Dauerbelastungen anderer Art oder in der Rekonvaleszenz, kann durch den Cordyceps verbessert werden.

Es wird vermutet, dass er die Fett- und Betaoxidation unterstützt und dabei den Glykogenverbrauch bei physischer Belastung hinaus­zögert.

Cordyceps reguliert auch das Immunsystem, insbesondere die Aktivität der weißen Blutkörperchen, der Makrophagen sowie der natür­lichen Killerzellen und wirkt außerdem antibiotisch.

Bei Nierenfunktionsstörungen und Nephritis verbessert der Cordyceps die Kreatininclearance. Auch die Ablagerungen von Immun­kom­plexen in den Nierengängen bei Autoimmunerkrankungen der Niere können durch diesen Pilz verhindert werden. Die Abgabe von Hormonen der Nebennierenrinde wird stimuliert, es kommt zur vermehrten Ausschüttung von körpereigenem Kortison und somit wird Stresssymptomen entgegengewirkt. Da sehr viele verschiedene Erkrankungen durch chronischen Stress entstehen können, ist der Cor­dy­ceps hier sehr vielseitig einsetzbar.

"Ich habe die ganze Zeit unter meinen kalten Füßen gelitten. Nachts konnte ich immer nur einschlafen, wenn ich mir Strümpfe anzog. Dazu kam noch eine depressive Stimmungslage. Mein Arzt wollte mir schon Antideppressiva verschreiben. Als ich den Cordyceps genommen habe, habe ich aber endlich eine Lösung gefunden. Ich bin leistungsfähiger geworden und meine Stimmung ist hervorragend. Auch meine Sexualität wurde stimuliert." E. G.

Aus chinesischer Sicht beherbergt die Niere nicht nur unsere physische, sondern auch unsere psychische Energie. Cordyceps kann daher sehr gut gegen Depressionen eingesetzt werden. Häufige Begleiterscheinungen - wie Mangel an Willenskraft, Motivation, Angst, Sorge und ein Gefühl der Leere - resultieren aus chinesischer Sicht aus einer Nierenschwäche.

Studien zufolge hemmt der Cordyceps die Monoaminooxidase (MAO). Schulmedizinisch werden MAO-Hemmer zur Behandlung von De­pres­sionen und bei anderen neurologischen Störungen wie Morbus Parkinson, Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt.

Der Heilpilz Cordyceps wirkt außerdem gegen Unregelmäßigkeiten der Herztätigkeit, stärkt das Herz und trägt zur Senkung des unteren erhöhten Blutdruckwertes bei.

Auch die Lunge kann durch diesen Pilz gestärkt werden. Es gibt positive Erfahrungsberichte beim Einsatz in der Behandlung von Asthma und Lungenentzündungen.

Ebenso kann in manchen Fällen von Tinnitus durch diesen Pilz eine Verbesserung erzielt werden.

Wie alle Adaptogene hat auch der Cordyceps eine leberschützende sowie eine antioxidative Wirkung: Die Superoxiddismutase (SOD) und die Gluthationperoxidase werden durch den Cordyceps aktiviert.

Zusammenstellung der durch Studien nachgewiesenen Wirkungen

Die Wirkung von Cordycepin ist vergleichbar mit der von Antibiotika: Das Wachstum von Clostridium perfringens und C. paraputrificum kann verhindert werden. Dabei kommt es nicht zu einer Zerstörung von Bifidobakterien und Laktobazillen wie beim Einsatz von Tetrazyklin und Chloramphenicol.

Die Makrophagen werden aktiviert. Über eine Stimulierung der Peyer’schen-Plaques wird das komplette Immunsystem angeregt.

Die Aktivität der natürlichen Killerzellen wird erhöht.

Eine Stunde nach Verabreichung kommt es zu einer dosisabhängigen Erhöhung der Kortikosteroide, die bis zu 24 Stunden anhalten kann.

Der Leberstoffwechsel wird verbessert.

Durch Gallenstauung bedingte Leberfibrose kann verhindert werden.

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Eigenschaften: süß, bitter, warm, trocken.

Stärkung von Lungen und Nieren (nährt das Lungen-Yin, tonisiert das Nieren-Yang).

Tonisierung von Qi und Yang.

Essenz, Xue und Wei Qi werden gestärkt / vermehrt.

Die Zirkulation von Qi und Xue wird verbessert.

Beruhigt Emotionen.

Blutbewegend und blutbildend.

Stärkt die sexuelle Energie und den unteren Rücken.

Hilfreich bei Gelenk- und Muskelschmerzen.

Bei Müdigkeit und Schwäche nach Erkrankung.

Zur Stärkung des Immunsystems (Aids, Krebs).

Gegen Rheuma.

Atemwegserkrankungen (Husten, Erkältung, Kurzatmigkeit, Asthma, Bronchitis).

Bei Entzündungen.

Bei Schlaflosigkeit und Nachtschweiß.

Bei unregelmäßiger Menstruation.

Verbessert Blut- und Sauerstoffversorgung des Körpers.

Stärkung der Lebensenergie

Hinweise auf medizinisch interessante Inhaltsstoffe der Cordyceps-Arten liefern uns zum Beispiel auch die Yaks. Diese zottigen Rinder leben in den Hochebenen Tibets. Während der Brunftzeit graben sie den "Chinesischen Raupenpilz" (Cordyceps) aus, fressen ihn und kommen dadurch richtig gut in Fahrt. Diese stärkende Wirkung sowie die vielen Heilkräfte des Cordyceps sind in bis zu 2.000 Jahre alten chinesischen Kräuterbüchern dokumentiert. Neben den beschriebenen Wirkungen dient der Cordyceps allem voran der Stärkung der Lebensenergie Qi.

Quellen

Young-Joon Ahn, Suck-Joon Park, Sang-Gil Lee, Sang-Cheol Shin, Don-Ha Choi: "Cordycepin:Selective Growth Inhibitor Derived from Liquid Culture of Cordyceps militaris against Clostridium spp. J. Agric";. Food Chem. 2000, 48, 2744-2748

Jong-Ho Koh, Kwang-Won Yu, Hyung-Joo Suh, Yang-Moon Choi, Tae-Seok Ahn: "Activation of Macrophages and the Intestinal Immunsystem by an Orally Administered Decoction from Cultured Mycelia of Cordyceps sinensis."; Biosci. Biotechnol. Biochem., 66 (2), 407-411, 2002

Xu Ren-He, Peng Xiang-E, Chen Guo-Zhen, Chen Guo-Lin: "Effects of Cordyceps sinensis on Natural Killer Activity and Colony Formation of B16 Melanoma."; Chinese Medical Journal, 105 (2):97-101, 1992

Seu-Mei Wang, Li-Jen Lee, Wan-Wan Lin, Chun-Min Chang: "Effects of a Water-Soluble Extract of Cordyceps sinensis on Steroidogenesis and Capsular Morphology of Lipid Droplets in Cultured Rat Adrenocortical Cells."; Journal of Cellular Biochemistry 69: 483-489 (1998)

Noboru Manabe, Miki Sugimoto, …: "Effects of the Mycelial Extract of Cultured Cordyceps sinensis on In Vivo Hepatic Energy Metabolism in the Mouse."; Jpn. J. Pharmacol. 70, 85-88 (1996)

Ji-Xing Nan, Eun-Jeon Park, ...: "Antifibrotic Effect of Extracellular Biopolymer from Submerged Mycelial Cultures of Cordyceps militaris on Liver Fibrosis Induced by Bile Duct Ligation and Scission in Rats."; Arch Pharm Res Vol 24, No 4, 327-332, 2001

Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Hobbs, C.: "Medicinal Mushrooms", Botanica Press, 1995

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

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Coriolus versicolor

Schmetterlingstramete – Der seit Generationen in Ostasien verwendete Pilz unterstützt das Abwehrsystem im Kampf gegen Viren, Bakterien und Krebs. Schon "Ötzi" hatte vor 5.200 Jahren einen Verwandten dieser Art in seiner Reiseapotheke.

Die Polysaccharide des Coriolus PSK (Krestin) und PSP unterstützen das Immun­system des Körpers und wirken antiviral und antibakteriell sowie zytotoxisch auf Krebszellen.

Bei zahlreichen Untersuchungen an Krebspatienten wurde außerdem festgestellt, dass der Coriolus die Angiogenese und die Metastasierung hemmen und die Apop­tose einleiten kann.

Durch den Coriolus wird die TH 1-Immunantwort aktiviert, deswegen wirkt dieser Pilz besonders gegen Viren und Tumorzellen.

Gegen Herpes zoster, Grippeviren und Zytomegalie verfügt der Heilpilz Coriolus über sehr starke antivirale Kräfte. Er aktiviert die zelluläre Abwehr und die Produktion von Antikörpern. Gerade auch bei HIV- und Hepatitis-Erkrankungen wurde unter seiner Gabe eine enorme Ver­besserung der Lebensqualität festgestellt. Allerdings sollte er nicht bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden.

Viren spielen auch eine große Rolle bei der Krebsentstehung: Durch eine Epstein-Barr-Infektion treten gehäuft Lymphome und Brust­krebs auf und für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs wird das Human Papilloma Virus (HPV) verantwortlich gemacht. Es gibt eine klinische Studie, die belegt, dass durch Coriolus HPV-positive Befunde nach einem Jahr der Einnahme negativ sind. Ebenso sind bereits bestehende Läsionen am Muttermund im Laufe der Einnahme zurückgegangen. Somit ist Coriolus auch ein bedeutender Pilz in der Prä­vention von Krebs.

„Ich wurde sehr oft von Grippeviren befallen, manchmal drei- bis viermal im Jahr. Nichts hat mir geholfen, bis ich begonnen habe, den Heilpilze Coriolus einzunehmen. Seitdem hatte ich fast nie wieder einen grippalen Infekt." C. B.

Eine antibakterielle und antifungale Wirkung des Coriolus wurde bei verschiedenen Erregern beobachtet (E. coli, Streptokokken oder Candida). Aphten und Entzündungen an den Mundschleimhäuten können mit Hilfe des Coriolus behandelt werden.

Der Heilpilz Coriolus kommt vor allem auch vor und während der Bestrahlung zum Einsatz. Die negativen Folgen der Bestrahlung auf Blutbildung und Schleimhäute können durch diesen Pilz auch schon prophylaktisch verringert werden. Es gibt Studien, die belegen, dass Strahlenschäden im gesunden Gewebe durch den Coriolus verringert werden. Dies ist wahrscheinlich die Folge seiner antioxidativen Wirkung. Seine Polysaccharide unterdrücken die Fettperoxidation und fangen andere freie Radikale ab, die durch die Chemo- und Strahlen­therapie entstanden sind. Antioxidative Enzyme des Körpers wie Superoxiddismutase (SOD) und Glutathionperoxidase werden durch diesen Pilz aktiviert.

Einzelne Studien erwähnen außerdem die Wirksamkeit des Coriolus bei hormonabhängigen Tumoren wie Brust- und Prostatakrebs. Er wirkt positiv unterstützend bei einer Behandlung mit Hormonblockern.

Zusammenstellung der durch Studien nachgewiesenen Wirkungen

Das Wachstum von hormonabhängigen Prostatakrebszellen kann verhindert werden. Die Entwicklung einer Hormonresistenz kann eventuell verzögert werden. Der PSA-Wert wird über einen androgenrezeptorabhängigen Mechanismus reduziert.

Die zelluläre Abwehr wird aktiviert: T-, B-Lymphozyten, Monozyten, Makrophagen, natürliche Killerzellen und Knochenmarks­zellen werden angeregt.

Die Produktion von Antikörpern und Zytokinen (Interleukin, Interferon, TNF) wird gefördert.

Es kann zur Abnahme der Tumorgröße kommen und die Proliferation der Krebszellen kann über eine Hemmung der DNA-Synthese verhindert werden. Coriolus wirkt zytotoxisch gegen Krebszellen.

Eine antivirale Wirkung wurde beobachtet bei Zytomegalie-Virus, HIV, Herpes-Virus und Human Papilloma Virus (HPV).

Coriolus kann prophylaktisch gegen Krebs eingesetzt werden vor allem bei Exposition gegenüber Strahlen und chemischen Stoffen.

PSK kann die Angiogenese und somit ein Ausbreiten des Tumors hemmen.

PSP kann die Apoptose auslösen.

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Eigenschaften: süß, leicht warm.

Milzstärkend.

Einfluss auf Herz und Leber.

Hitze und Toxine ausleitend.

Stärkt Energie und Geist.

Reduziert Schleim und Feuchtigkeit.

Stärkt das Nieren- und das Leber-Yin.

Bei Krebs.

Bei chronischer Hepatitis.

Bei Infektionen der oberen Luftwege, der Harnwege und des Verdauungstraktes.

Gegen Müdigkeit.

Quellen

Tze-Chen Hsieh, Joseph M. Wu: "Cell growth and gene modulatory activities of Yunzhi (Windsor Wunxi) from mushroom Trametes versicolor in androgen- dependent an androgen-insensitive human prostate cancer cells."; Int. Journal of Oncology 18: 81-88, 2001

Kevin K.W. Chu, Susan S.S. Ho, Albert H.L. Chow: "Coriolus versicolor: A Medicinal Mushroom with Promising Immunotherapeutic Values."; J Clin Pharmacol 2002, 42: 976-984

T.B.Ng: "A Review of Research on the Protein-Bound Polysaccharide (Polysaccharopeptide, PSP) from the Mushroom Coriolus versicolor (Basidiomycetes: Polyporaceae)."; Gen.Pharmac.Vol. 30, No.1, pp. 1-4, 1998

Monte Fisher, Li-Xi Yang: "Anticancer Effects and Mechanisms of Polysaccharide-K (PSK)."; Implications of Cancer Immunotherapy; Anticancer Research 22: 1737-1754 (2002)

Vincent E.C. Ooi, Fang Liu: "Immunomodulation and Anti-Cancer Activity of Polysaccharide-Protein Complexes."; Current Medicinal Chemistry, 2000, 7, 715-729

Jennifer M.F.Wan, Xiaotong Yang, …: "The I´m-Yunity Polysaccharopeptide (PSP) From Coriolus versicolor Cov-1 Mycelia Induces Cell Cycle Block and Apoptosis in HL-60 Cells2; P-INCOMM-32Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: “Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Hobbs, C.: "Medicinal Mushrooms", Botanica Press, 1995

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

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Hericium erinaceus

Igelstachelbart – Der Schleimhaut in Magen und Darm kommt eine zentrale Rolle im Abwehrsystem zu. Sie wird durch Hericium gestärkt.

Der Hericium ist für die Stärkung der Magen- und Darmschleimhaut wichtig, die als schützende Barriere vor Umweltgiften fungiert. Auch allergieauslösende Stoffe aus Nahrungsmitteln können dann nicht mehr so leicht die Darmwand passieren. Dies ist vor allem wichtig bei: Nahrungsmittel­unverträglichkeiten, allen Arten von Allergien, Hauterkrankungen (z. B.: Neurodermitis) und einer Schwäche des Immunsystems.

Die Darmschleimhaut hat einen wesentlichen Einfluss auf die Stabilisierung, Regu­lierung und Entwicklung des Immunsystems: Hier bilden sich Abwehrzellen, die nicht nur im Darm bleiben, sondern sich auch über den Blutkreislauf verbreiten.

„Wer ständig Sodbrennen hat, der weiß wie ich gelitten habe. Zudem hat das permanente Einnehmen von Säureblockern meiner Leber geschadet. Schon nach kurzer Einnahmezeit der Hericium-Pilzkapseln ging es mir viel besser. Ich habe seitdem weder Magenschmerzen noch Probleme mit der Speiseröhre." K. B.

Der Hericium wirkt beruhigend und entzündungshemmend auf die Magen- und Darmschleimhäute und hilft daher bei Gastritis, Reflux, Sodbrennen und Übersäuerung. Weiterhin kann sich der Hericium positiv bei den chronisch entzündlichen Darmer­krankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn auswirken.

Seine antitumorale Wirkung zeigt sich vor allem bei Sarkoma 180, Magenkrebs, Dickdarmkrebs und bei Speiseröhrenkrebs. Auch bei Schleimhautschädigungen durch Chemo- und Strahlentherapie kann der Pilz hilfreich sein und die gereizte Schleimhaut beruhigen und stärken.

Hericium ist ein Tonikum für die Nerven: Sein positiver Einsatz wird bei Ängsten, Stress, Unruhe, Schlaflosigkeit und Gedächtnis­lücken beschrieben. Vor allem wenn Stress in Form von Reizmagen oder Reizdarm auf den Verdauungstrakt schlägt, wirkt dieser Pilz aus­gleichend und beruhigend.

Studien belegen, dass der Hericium durch seine Inhaltsstoffe Hericenon und Erinacin (ein Diterpenoid) den Nervenwachstumsfaktor (NGF) stimuliert. Dieser ist bei der Regeneration der Nerven von großer Bedeutung. Durch den NGF werden die Myelinscheiden wieder aufgebaut, um die Nervenzelle zu ernähren und zu schützen. Dies ist bei peripheren Nervenschäden durch Trauma oder Stoffwechsel­prozesse besonders hilfreich, aber auch bei Schädigungen im zentralen Nervensystem nach Schlaganfall, Trauma oder bei Morbus Alzheimer und Demenz. Außerdem bewirkt NGF die Regulation der TH 1-/TH 2-Immunantwort im zentralen Nervensystem. Vor allem bei Autoimmunprozessen im Nervensystem - wie zum Beispiel der Multiplen Sklerose - ist das sehr von Vorteil. Ein bestimmtes Poly­saccharid des Hericium fördert zudem die neuronale Differenzierung und das Überleben der Nervenzellen.

Zusammenstellung der durch Studien nachgewiesenen Wirkung

Die enthaltenen Polysaccharide haben eine antitumorale Wirkung.

Die Produktion von Nervenwachstumsfaktoren wird erhöht. Es kommt zur Regeneration peripherer Nerven bei degenerativen neuronalen Erkrankungen.

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Erkrankungen des Magens.

Tumore des Verdauungstraktes.

Quellen

Takashi Mizuno et al.: "Antitumor-active Polysaccharides Isolated from the Fruiting Body of Hericium erinaceum, an Edible and Medicinal Mushroom Called yamabushitake or houtou."; Biosci. Biotech. Biochem., 56 (2), 347-348, 1992

Hiromichi Kenmoku et al.: "Erinacine Q, a New Erinacine from Hericium erinaceum, and its Biosynthetic Route to Erinacine C in the Basidiomycete; Biosci."; Biotech. Biochem., 66(3), 571-575, 2002

Eun Woo Lee et al.: "Two Novel Diterpenoids, Erinacines H and I from the Mycelia of Hericium erinaceum; Biosci."; Biotech. Biochem.; 64(11), 2402-2405, 2000

Stamets, P.: "MycoMedicinals: An Informational Treatise on Mushrooms"; Myco Media, 2002

Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Kawagishia, H. et al.: "Anti-Dementia Effects of a low polarity fraction extracted from Hericium Erinaceum"; Japan

Wong K. et al.: "Functional Recovery Enhancement Following Injury to Rodent Peroneal Nerve by Lion´s Mane Mushroom Hericium erinaceus."; University of Malaya, Malaysia

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

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Maitake - Grifola frondosa
Pleurotus ostreatus

Austernpilz – Der Pleurotus entspannt Muskeln, Sehnen und Gelenke. Er ist ein wichtiger Vitamin B-Lieferant und senkt das Homozystein im Blut.

Der Pleurotus ist reich an Vitaminen des B-Komplexes, wie B1 (Thiamin), B2 (Ribo­flavin), B5 (Niacin), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin) und B12 (Cobalamin). Darüber hinaus enthält er Folsäure, sowie die Vitamine C und D (Calciferol). Ein Viertel der Trocken­substanz besteht aus Proteinen und enthält alle essenziellen Aminosäuren.

B-Vitamine dienen der Energiegewinnung des Körpers aus Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen und sind für die Funktion der Nervenzellen und Muskeln ver­antwortlich.

Vitamin D (Calciferol) fördert die Knochenbildung und beugt der Osteoporose vor.

Eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen über die Nahrung wird durch den Verzehr von Fisch, Fleisch und Innereien ermöglicht. Für Vegetarier und Menschen mit erhöhtem Harnsäurewert und Gicht sind diese hoch purinhaltigen Lebensmittel allerdings weniger ge­eignet. Hier kann der Pleurotus eine wichtige Rolle als Vitamin-B-Lieferant einnehmen.

Die ebenfalls im Pleurotus enthaltene Folsäure ist wichtig für die Blutbildung und fördert das Wachstum junger Zellen auch im Knochen­mark. Außerdem senkt Folsäure den Homozysteinwert im Blut. Dies ist sehr wichtig, da ein hoher Spiegel an Folsäure und Vitaminen der B-Gruppe in Kombination mit einem niedrigen Homozysteinwert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Ein erhöhter Homozysteinspiegel stellt einen hohen Risikofaktor für die Entwicklung vaskulärer Demenzen und Morbus Alzheimer dar.

Ebenso enthält der Pleurotus das ß-Glykan (Polysaccharid) Pleuran. Dieser Inhaltsstoff wirkt antioxidativ und kann die Ausbreitung von Metastasen verringern. Außerdem wurde im Pleurotus ein Protein nachgewiesen, das antivirale Eigenschaften hat.

Zudem wurde nachgewiesen, dass der Pleurotus eine Schutzwirkung auf den Organismus ausübt, wenn dieser vermehrt chemischen Substanzen ausgesetzt ist. Dies liegt daran, dass er die antioxidativen Enzyme des Körpers (Superoxiddismutase, Katalase, Glutathion­system) aktiviert.

Eine weitere wichtige Eigenschaft des Pleurotus ist die Senkung des Lipoproteingehalts, das heißt der Cholesterin- und Triglyzeridwert im Blut und in der Leber kann gesenkt werden. HDL wird angehoben.

Untersuchungen am Food Research Institute in Prag zeigten, dass der Pleurotus ostreatus das Wachstum probiotischer Bakterien im Darm unterstützt. Die Produktion von Laktobazillen, Enterokokken und Bifidobakterien wird erhöht. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Darmflora und das im Darm befindliche Immunsystem aus. Dies ist zum Beispiel nach einer Antibiotikatherapie sehr von Nutzen.

Zusammenstellung der durch Studien nachgewiesenen Wirkung

Laktobazillen, Bifidobakterien und Enterokokken werden in ihrem Wachstum unterstützt.

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Entspannt Muskeln, Sehnen und Gelenke; stärkt die Venen.

Vertreibt Wind und Kälte.

Bei Lumbago.

Quellen

Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Stamets, P.: "MycoMedicinals: An Informational Treatise on Mushrooms", Myco Media, 2002

Hobbs, C.: "Medicinal Mushrooms", Botanica Press, 1995

Lelley, Prof. Dr. J.: "Die Heilkraft der Pilze", GAMU, Krefeld, 2003

Komarkova E. et al.: "Prebiotics from Pleurotus ostreatus and P. eryngii"; Int. Journal of Medicinal Mushrooms, Vol.9, 2007

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

Infoquelle: www.heilenmitpilzen.de

Bezugsquelle in der Schweiz: http://www.sanafort.ch/

Polyporus umbellatus

Eichhase – Wassereinlagerungen und Lymphstau können durch den büschelförmigen Pilz verhindert werden.

Der Polyporus entwässert und steigert somit den Harnfluss und zwar ohne dass dabei eine erhöhte Kaliumausscheidung auftritt. Dadurch entlastet er das Herz und senkt den unteren Blutdruckwert.

Der Heilpilz Polyporus hat einen starken Organbezug zum lymphatischen System. Über die Lymphe werden viele Giftstoffe aus den Körpergeweben abtransportiert, um über die Leber und die Nieren ausgeschieden zu werden. Außerdem spielt das Lymph­system eine wichtige Rolle in der Körperabwehr. Eine Stauung im Lymph­system führt daher zur Überlastung des Organismus mit Schlackenstoffen und somit auch zur zusätzlichen Belastung des Immunsystems.

Bei Krebserkrankungen zum Bespiel ist das einwandfreie Funktionieren des lymphatischen Systems von besonderer Bedeutung. Vor allem, wenn im Rahmen der Krebserkrankung schon Lymphknoten entfernt werden mussten, kann es leicht zu Stauungen und Lymph­an­sammlungen kommen. Diese sollten im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie - zum Beispiel mit dem Pilz Polyporus - unbedingt beseitigt werden. Aber auch vor, während und nach einer Chemotherapie sollte das Lymphsystem unterstützt werden, um anfallende Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren. Polyporus kann daher die Nebenwirkungen einer Chemotherapie lindern.

Auch bei Akne und Gelenkschwellungen ist die Unterstützung der Lymphe durch den Polyporus sehr hilfreich.

Das Tumorwachstum kann durch den Polyporus gehemmt werden, zum Beispiel bei Lungen- und Leberkrebs. Außerdem wirken seine Polysaccharide auch modulierend auf das Immunsystem.

„Trotz Wassertabletten sind mir bei längerem Stehen ständig die Beine angeschwollen und mein unterer Blutdruckwert war immer sehr hoch. Erst durch den Pilz Polyporus habe ich mein Problem in den Griff bekommen." L. K.

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Eigenschaften: süß, leicht kühl, neutral.

Wirkt auf Milz, Niere, Blase.

Löst gestaute Feuchtigkeit.

Wirkt entwässernd und Blutdruck absenkend.

Antibiotisch bei Ödemen und schmerzhaftem Urinieren.

Bei Durchfall.

Bei Fluor albus.

Bei Blasendysfunktion.

Bei Nephritis.

Kontraindikationen

Yin-Schwäche und fehlende Feuchtigkeit.

Quellen

Jianzhe Y., Mao X.: "Icons of Medicinal Fungi from China"; CRC Press; 1989

Hempen C., Fischer T.: "Leitfaden Chinesische Phytotherapie"; Urban & Fischer; 2001

Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

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Reishi - Ganoderma lucidum

Glänzender Lackporling – Reishi – der "Pilz des ewigen Lebens" – wirkt vor allem leberregenerierend und somit entgiftend. Er wirkt außerdem durch den hohen Anteil an Triterpenen entzündungshemmend.

Bereits seit tausenden von Jahren wird der Reishi in China zu medizinischen Zwecken eingesetzt und man stuft in dort sogar noch wertvoller ein als den Ginseng. In dem bekannten und rund 2.000 Jahre alten chinesischen Arzneimittelbuch "Shen Long Ben Tsao" werden alle zu dieser Zeit bekannten Kräuter in drei Klassen ein­geteilt. Zur hochwertigsten Gruppe, die auch "Kräuter Gottes" genannt werden, gehört auch der Reishi. Er wird dort vor allen anderen Pflanzen an die oberste Stelle gestellt und sogar als "König der Heilpflanzen", "Pilz des langen Lebens" oder als "Kraut spiritueller Kraft" bezeichnet.

Aus heutiger Sicht sind diese Verehrungen gut zu verstehen. Denn fast alles, was man im alten China über die Wirkung des Reishi schrieb, wurde in modernen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Im alten China war der Begriff "Immun­kraft" noch nicht bekannt. Doch man meinte dasselbe, wenn man betonte: "Der Reishi hilft, Krankheiten zu besiegen und erhöht die Lebenserwartung des Men­schen. Denn er kann uns helfen, gesund zu bleiben und gar nicht erst krank zu werden, weil er sowohl eine vorbeugende als auch eine heilende Wirkung hat." In jedem Fall unterstützt er das Energiesystem des Körpers.

Auf der Suche nach wirkungsvollen natürlichen Maßnahmen wurde eine Selbsthilfegruppe von Eltern an Neurodermitis erkrankter Kinder auf den Reishi aufmerksam. 80 Prozent der Kinder reagierten positiv auf den Heilpilz. D.h. die Neurodermitis bildete sich nach und nach zurück und innerhalb von drei Monaten normalisierte sich das Hautbild.

Dieser Heilpilz hat durch seinen hohen Gehalt an Triterpenen eine ausgesprochen positive Auswirkung auf alle Entzündungen im Körper. Seine Triterpene wirken ähnlich wie Kortison und dämmen die Histaminausschüttung, die für Schwellungen, Rötungen und Juckreiz ver­an­twortlich ist, ein. Gerade Entzündungen erweisen sich in letzter Zeit als zentrales Problem im Körper. Jüngste For­schungen haben gezeigt: Wenn der komplexe entzündliche Prozess entgleist, kann dies auch zu einem Herzinfarkt, zu Krebs, Diabetes oder Alzheimer führen. Somit spielt der Reishi eine zentrale Rolle für unsere dauerhafte Gesunderhaltung bzw. für unsere Genesung.

Der Reishi ist einer der wichtigsten Pilze bei Allergien aller Art, denn die in ihm enthaltenen Triterpene vermindern die Histamin­aus­schüttung. Entzündungen an der Haut und den Schleimhäuten werden gelindert.

Er reguliert das Immunsystem und weckt und unterstützt damit die Selbstheilungskräfte unseres Körpers auch bei viralen Erkrankungen wie Herpes zoster und Herpes simplex.

Der Reishi wirkt vor allem leberregenerierend und somit blutreinigend und entgiftend. Insbesondere wirkt er auch bei chronischer Hepa­titis. Durch den verbesserten Leberstoffwechsel kommt es zur Senkung der Blutfettwerte.

Zudem hemmen seine Triterpene, die Ganodermischen Säuren, die Cholesterinsynthese und die Lipidakkumulation. Ebenso senken sie den Blutdruck und wirken der Thrombozytenaggregation entgegen.

Neben der Leber hat der Reishi auch einen starken Bezug zur Lunge. Er entfaltet eine außerordentliche Wirkung bei Asthma, chro­nischer Bronchitis, Husten und Atemnot. Gerade bei chronischen Atemwegserkrankungen mit verminderter Sauerstoffver­sorgung ist der Reishi hilfreich, denn er verbessert die Sauerstoffsättigung des Blutes. Dies ist auch für Sportler sehr von Nutzen, weil er auch ein Energie-Tonikum ist und die Ausdauer erhöht. Eine Studie berichtet von 900 Soldaten, die sich in Tibet auf einer Höhe von 4.700 Metern auf­hiel­ten. Trotz dieser sauerstoffarmen Umgebung waren sie nach der Gabe von Reishi fast gänzlich frei von Nebenwirkungen wie Erbrechen oder Kopfschmerzen. Eine Kontrollgruppe zeigte wesentlich mehr Symptome der Höhenkrankheit.

Die verbesserte Sauerstoffversorgung des Körpers, wirkt sich auch positiv auf die Herzaktivität aus: Der Reishi verbessert die Sauerstoff­ver­sorgung des Herzmuskels, hilft bei verengten Herzkranzgefäßen, Herzrhythmusstörungen, starken Blutdruckschwankungen und Herzschwäche.

Da der Reishi einen starken Organbezug zur Leber besitzt, ist er auch bei Hautkrankheiten sehr gut einsetzbar. Durch die entgiftende und blutreinigende Wirkung kommt es zur Entlastung bei allen Formen von Hauterkrankungen. Der antientzündliche und antiallergische Effekt ist hier sehr von Nutzen.

Auch bei der Fibromyalgie ist der Reishi aufgrund seiner entgiftenden Wirkung sehr von Vorteil. Außerdem beeinflusst er die damit häufig verbundenen vegetativen Symptome günstig, indem er bei sympathikotonen Zuständen ausgleichend auf das Vegetativum wirkt.

Auch bei Muskeldystrophie ist der Reishi empfehlenswert. Ebenso bei verspannteReishi 2r Muskulatur, denn das in diesem Heilpilz enthaltene Adenosin wirkt beruhigend und entspannend auf die Muskeln und hat so eine dem Neurotransmitter Azetylcholin entgegengesetzte Wirkung. Die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Kontraktion der glatten Muskulatur wird herabgesetzt. Außerdem hilft der Reishi mit seinem hohen Gehalt an Triterpenen, die bei Stress vermehrte Histaminaus­schüttung zu regulieren.

Reishi bewirkt eine Verbesserung neurologischer Leiden, insbesondere bei Kraft­losig­keit, Nervenschwäche, Vergesslichkeit, innerer Unruhe und Schlaflosigkeit.

Durch die Aktivierung der Superoxiddismutase, der Glutathion-S-Transferase und der Laccase ist der Reishi in der Lage, oxidativen Stress zu mindern.

Zusammenstellung der durch Studien nachgewiesenen Wirkung

Die Histaminfreisetzung kann durch die enthaltenen Triterpene verhindert werden.

Es kommt zur Senkung des Gesamtcholesterins in Plasma und Leber über eine verminderte Cholesterinsynthese und / oder einen beschleunigten Cholesterinstoffwechsel.

Reishi ist bei akuter und chronischer Hepatitis einzusetzen. Er wirkt antientzündlich und antifibrotisch bei Leberzirrhose.

Die oxidative Schädigung von Leber und Nieren kann verhindert werden.

Bei Herpes zoster werden Schmerzen und Hauterscheinungen reduziert.

Es kommt zu einem direkten antiviralen Effekt auf den Herpes simplex Virus: Die Bindung an die Wirtszelle und das Eindringen können verhindert werden.

Unabhängig davon, ob die Einnahme vor oder nach einer Bestrahlung (Röntgenstrahlen) erfolgt, kommt es zu einer schnelleren Wiederherstellung der ursprünglichen Leuko-, Erythro- und Thrombozytenspiegel.

Reishi wirkt nervenschützend und fördert die Differenzierung von Nervenzellen.

Reishi kann bei Muskeldystrophie eingesetzt werden.

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Eigenschaften: süß, warm bis neutral.

Wirkt auf Magen, Milz, Lunge, Leber, Niere und Herz.

Beruhigt und nährt das Herz.

Tonisiert Qi und Xue, nährt das Blut.

Bewegt Toxine und zerstreut Akkumulation.

Leitet Hitze und Schleim aus.

Adstringierend.

Beruhigt den Geist.

Tonikum.

Sedativum.

Bei Entzündungen, Bluthochdruck, Lebererkrankungen, Krebs, Schlaflosigkeit, Husten, Schwindel, Appetitlosigkeit, Asthma, Bronchitis, Magengeschwür, Arthritis, Neurasthenie, Nephritis, Höhenkrankheit, Muskeldystrophie.

Zur Immunmodulation.

Quellen

K.Tasaka,…: "Antiallergic constituents in the culture medium of Ganoderma lucidum.(I) Inhibitory effect of oleic acid on histamine release"; Agents and Actions, vol. 23, 3 / 4 (1988)

Hiroshi Koda,…: "The Biologically Active Constituents of Ganoderma lucidum (Fr.) Karst. Histamine Release – Inhibitory Triterpenes."; Chem. Pharm. Bull., 33(4), 1367-1374 (1985)

K.Tasaka,…: "Antiallergic constituents in the culture medium of Ganoderma lucidum.(II) The inhibitory effect of cyclooctasulfur on histamine release."; Agents and Actions, vol. 23, 3 / 4 (1988)

Yearul Kabir,…: "Dietary Effect of Ganoderma lucidum Mushroom on Blood Pressure and Lipid Levels in Spontaneously Hypertensive Rats (SHR)."; J. Nutri. Sci. Vitaminol., 34, 433-438, 1988

Guo-Liang Zhang,…: "Hepatoprotective role of ganoderma lucidum polysaccharide against BCG-induced immune liver injury in mice."; World J. Gastroenterol 2002 August 15; 8(4): 728-733

Ying-Hua Shich,…: "Evaluation of the Hepatic and Renal-protective Effects of Ganoderma lucidum in Mice."; Am. Journal of Chinese Med., Vol. 29, Nos.3-4, pp. 501-507, 2001

Yasuyo Hijikata, Seika Yamada: "Effect of Ganoderma lucidum on Postherpetic Neuralgia!"; Am. Journal of Chin. Med., Vol. XXVI, No. 3-4, pp. 375-381, 1998

Hsue-Yin Hsu,…: "Radioprotective Effect of Ganoderma Lucidum (Leyss. Ex. Fr.) Karst after X-ray Irradiation in Mice."; Am. Journal of Chin. Med., Vol. XVIII, Nos. 1-2, pp. 61-69, 1990

William M.W. Cheung,…: "Ganoderma extract activates MAP kinases and induces the neuronal differentiation of rat Pheochromocytoma PC12 Cells."; FEBS Letters 486 (2000) 291-296

Seong-Kug Eo,…: "Possible mode of antiviral activity of acidic protein bound polysaccharide isolated from Ganoderma lucidum on herpes simplex viruses."; Journal of Ethnopharmacology 72 (2000) 475-481

Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Hobbs, C.: "Medicinal Mushrooms"; Botanica Press, 1995

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

Infoquelle: www.heilenmitpilzen.de

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Shiitake - Lentinula edodes

Der Shiitake wird als "König der Heilpilze" bezeichnet, da er vielseitig einsetzbar ist und einer der ersten Pilze war, die man bei uns als Heilpilz verwendete.

Der Name "Shiitake" leitet sich von der Kombination zweier japanischer Wörter ab: "Shiia", d. h. Pilz, der am Shii-Baum (ein Hartholzbaum) wächst, und "Take" das heißt Pilz. In China wird er auch Shiang Gu genannt, was mit "duftender Pilz" umschrieben werden könnte.

In Asien wird der Shiitake aufgrund seiner wertvollen Inhaltstoffe schon seit Jahr­hunderten als König unter den Pilzen betrachtet. Schon während der Ming Dynastie (1368 - 1644) wurde er als medizinisches Lebensmittel geschätzt und bei ver­schie­den­en Krankheiten eingesetzt. Laut asiatischer Volksmedizin ist er ein Tonikum, das die Lebensenergie Qi reguliert, somit das Yin und Yang ausgleicht und das Blut aktiviert.

Verschiedene Inhaltsstoffe des Shiitake besitzen nachweislich eine pharmako­logische Wirkung.

Der Shiitake enthält Eritadenin, ein Derivat aus der Purinbase Adenin. Eritadenin wirkt antiaggregativ auf die Thrombozyten und damit antithrombotisch. Eritadenin beeinflusst auch den Phospholipidstoffwechsel in der Leber und bewirkt dadurch eine Reduzierung der Blutfette, insbesondere des Serumcholesterins. Dabei wird nicht die Cholesterin-Bio­syn­these unterdrückt, sondern es kommt zu einer beschleunigten Cholesterin-Ausscheidung. Außerdem hat man festgestellt, dass durch die Einnahme des Shiitake das Verhältnis der Lipoproteine zugunsten des HDL verschoben wird. Daraus resultiert ein erhöhter Abtransport des Cholesterins aus den Gefäßen, ebenso wie ein schneller Abbau des Cholesterins in der Leber. Der Schutzeffekt des HDL besteht darin, dass zum einen Cholesterin aus dem Gewebe und den Makrophagen entfernt wird und zum anderen führt HDL Enzyme mit sich, die in der Lage sind, oxidierte Lipide abzubauen. Durch die entzündungshemmenden und cholesterinregulierenden Eigen­schaf­ten des Shiitake verringert sich das Risiko, dass sich Schaumzellen an den Arterienwänden ablagern und eine Arterio­sklerose entsteht. Zusätzlich hat das den Effekt, dass der durch Gefäßablagerungen verursachte Bluthochdruck günstig beeinflusst werden kann. Die blut­drucksenkende Wirkung wird auch durch das Enzym Tyrosinase erzielt, das in Studien im Shiitake nachgewiesen wurde.

Ein weiterer Wirkstoff des Shiitake ist das hochmolekulare Polysaccharid Lentinan. Es wird vorwiegend klinisch als Immunthera­peuti­kum bei Tumorpatienten eingesetzt, da es die Immunantwort aktiviert und hemmend auf das Wachstum von Tumoren wirkt. Hochma­ligne Zellen haben einen Schutzmechanismus: Sie blockieren die Synthese von Typ TH 1-Zytokinen. Das Lentinan aktiviert auf alter­na­tivem Weg das Komplementsystem durch Stimulierung der Makrophagen und Aktivierung der TH 1-Zellen. Die ausgeschütteten IL-2 bewirken dann eine deutliche Unterdrückung des Tumorwachstums. So ist der Shiitake-Pilz eine Unterstützung vor allem für Krebs-Patienten, die sich noch nicht in einer schulmedizinischen Behandlung befinden. Es verwundert nicht, dass sein Wirkstoff Lentinan in Japan schon lange als Medikament für die Behandlung von Krebs zugelassen ist.

„Seit 27 Jahren leide ich unter einer Fettstoffwechselstörung. Schon als ich 18 war, bekam ich zu meinen Blutfettwerten zu hören: LDL und Triglyceride zu hoch, HDL zu niedrig. Ich kann kaum noch sagen, wie viele Medikamente ich seitdem zur Regulierung des Cholesterinspiegels eingenommen habe. Weil ich unter den Nebenwirkungen litt, musste ich immer wieder zu einem anderen Präpa­rat wechseln. Zufällig erfuhr ich von einem Bekannten mit ähnlichen Problemen vom Shiitake-Pilz. Nach zweimonatiger Ein­nahme der Shiitake-Kapseln haben sich meine Blutfettwerte deutlich verbessert." Herr M. aus S., 45 Jahre

Aber außer dem Lentinan enthält der Shiitake noch andere Polysaccharide, die antikanzerogen und immunregulativ wirken. So können die ß-Glykane (Polysaccharide) des Shiitake auch körpereigene antioxidative Enzyme wie die Superoxiddismutase, die Katalase und die Glutathion-Peroxidase aktivieren. Dies ist bei der Entgiftung und zum Schutz vor Zellschäden und Entzündungen sehr wichtig.

In der westlichen Mykotherapie wird der Heilpilz Shiitake hauptsächlich zur Behandlung von Arteriosklerose und Durchblutungs­störung­en eingesetzt. Da durch den Shiitake über die Beeinflussung des Gefäßtonus die Durchblutung reguliert werden kann, wird er auch bei Migräne und Tinnitus erfolgreich verwendet.

Auch bei Erkrankungen infolge eines veränderten Stoffwechsels mit Verdickungen und Schmerzen der Gelenke, leistet der Shiitake-Pilz gute Arbeit. Die Heilpilze Reishi und Shiitake haben sich in der mykologischen Praxis besonders bei Arthritis, Gicht und Rheuma bewährt. In diesen Fällen kann er einen Rückgang von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bewirken.

Auch die hepatoprotektiven Eigenschaften des Shiitake seien an dieser Stelle erwähnt. Die Einnahme dieses Heilpilzes bewirkt einen Schutz der Leberzellen sowie eine verbesserte Leberfunktion. Bei Hepatitis B zeigte sich, dass die Produktion von Antikörpern ange­kurbelt wurde. Man fand heraus, dass sich die SGPT- und GPT-Spiegel bei toxischer Hepatitis durch das im Shiitake enthaltene Lentinan regulierten.

Generell ist der Shiitake ein aufbauender und stärkender Pilz, der – auch dank seiner B-Vitamine – bei Erschöpfung, Überarbeitung und dem chronischen Müdigkeitssyndrom empfehlenswert ist. Auch bereichert er den Speisezettel von Vegetariern und Veganern, da er Ergosterol, die Vorstufe von Vitamin D, enthält, das sonst vor allem in Fleisch zu finden ist.

Zusammenstellung der durch Studien nachgewiesenen Wirkung

Durch Veränderung des Phospholipidstoffwechsels in der Leber kommt es zur Senkung des Cholesterinspiegels.

Der Inhaltsstoff Tyrosinase senkt zu hohe Blutdruckwerte.

Einsatzbereiche in der Traditionellen chinesischen Medizin

Eigenschaften: süß, neutral.

Milz, Magen, Lunge.

Reguliert Qi und Blut bei Leere, aber nicht bei Blockaden.

Löst Schleim.

Stärkung von Mitte und Qi.

Exanthemen zum Durchbruch verhelfend.

Bei Appetit- und Kraftlosigkeit.

Bei häufigem Wasserlassen.

Bei Rachitis.

Bei Tagen- und Gebärmutterkarzinom.

Bei Hyperlipämie.

Quellen

Sugiyama K., Akachi T., Yamakawa A.: "Hypocholesterolemic action of eritadenine is mediated by a modification of hepatic phospholipid metabolism in rats."; The Journal of Nutrition, Vol. 125 (8); 2134-44

Jianzhe Y., Mao X.: "Icons of Medicinal Fungi from China"; CRC Press; 1989

Hobbs, C.: "Medicinal Mushrooms", Botanica Press, 1995

Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: "Moderne Mykotherapie"; Hinckel Druck, 2008

Hinweis

Die beschriebenen Wirkungen beruhen auf der Einnahme von Heilpilzpulver, das aus dem ganzen Pilz hergestellt wurde. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

Infoquelle: www.heilenmitpilzen.de

Bezugsquelle in der Schweiz: http://www.sanafort.ch/

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